Die Publikation greift ein Forschungsfeld auf, das in der Archäologie und Archäozoologie zunehmend an Bedeutung gewinnt: die Human-Animal Studies. Im Mittelpunkt steht der Perspektivwechsel hin zu einem differenzierteren Verständnis der Beziehungen zwischen Menschen und Tieren – und zu einer stärkeren Anerkennung tierlicher Eigenarten. Der Band zeigt, warum dieser Ansatz nicht nur zeitgemäß, sondern wissenschaftlich notwendig ist.
Die Beiträge gehen auf eine Veranstaltung während des Jahrestreffens der Europäischen Vereinigung der Archäolog*innen (EAA) im September 2021 in Kiel zurück und wurden für die Veröffentlichung weiterentwickelt. Insgesamt zwölf Fallstudien entfalten eine narrative Spannweite, die geographisch von England bis Russland und zeitlich von der Steinzeit bis in die Frühe Neuzeit reicht. Die Autor*innen beleuchten unterschiedliche Formen der Begegnung zwischen Mensch und Tier und eröffnen damit neue Zugänge zur Archäologie Nordeuropas.
Der Band ist open access frei verfügbar und erscheint zugleich als Print-on-Demand.
Buchdaten
Grimm, Oliver (Hrsg.): Beast and Human: Case Studies for Northern Europe from Prehistoric to Early Modern Times, Heidelberg: Propylaeum, 2025 (LEIZA Publications, Band 8).https://doi.org/10.11588/propylaeum.1690
Zum Herausgeber
Dr. Oliver Grimm vom Leibniz-Zentrum für Archäologie (LEIZA, Standort Schleswig) arbeitet seit vielen Jahren zu Tier und Mensch (Human-Animal Studies). Er hat in Zusammenarbeit mit anderen umfangreiche Bücher zu Greifvogel und Mensch (Falknerei) bzw. Bär und Mensch vorgelegt, die sich durch raum-, zeit- und fächerübergreifende Betrachtungen auszeichnen. Dabei wird für Greifvogel und Bär die jeweilige Lebenswelt sowie die Vielschichtigkeit ihrer Wahrnehmung durch den Menschen beschrieben.
