Künstlich angelegte schiffbare Kanäle dienen der Optimierung natürlicher Wasserwege. In Europa liegen ihre Anfänge in Antike und Mittelalter. Eines der außergewöhnlichsten Bauvorhaben ist der Karlsgraben zur Verbindung von Rhein und Donau, der in die Jahre 792/793 n. Chr. datiert.
Das Buch präsentiert ausgehend von Quellen und Methoden der Archäologie, Geschichts- und Geowissenschaften neue Ergebnisse zur Konstruktion, Baustellenorganisation und Chronologie sowie zu den historisch-politischen Rahmenbedingungen. Der Karlsgraben wird anschließend in die Entwicklung des frühen Kanalbaus eingeordnet. Die Grundlage bildet eine diachrone Analyse von über 200 archäologisch und historisch überlieferten Kanalbauten von der Antike bis zum Spätmittelalter zwischen Nordengland und dem Eisernem Tor.
Der Band ist ab sofort digital frei zugänglich und als Printausgabe erhältlich.
Buchdaten
Werther, Lukas: Der Karlsgraben und die Anfänge des Kanalbaus in Europa. Künstliche Wasserwege in Antike und Mittelalter, vol. 1: Der Karlsgraben und die Anfänge des Kanalbaus in Europa: Künstliche Wasserwege in Antike und Mittelalter. Teil 1: Text, Heidelberg: Propylaeum, 2025
LEIZA Publications, Volume 10,1: https://doi.org/10.11588/propylaeum.1691
LEIZA Publications, Volume 10,2: https://doi.org/10.11588/propylaeum.1700
Über den Autor
Lukas Werther ist stellvertretender Direktor der Römisch-Germanischen Kommission des Deutschen Archäologischen Instituts. Er lehrt an der Universität Tübingen in Ur- und Frühgeschichte sowie Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit. Seine Forschungsgebiete liegen an der Schnittstelle von Archäologie, Geowissenschaften und Geschichte, einer seiner Schwerpunkte ist das Verhältnis von Mensch und Wasser.
