Von Beginn an spielt die archäologische Forschung des LEIZA eine zentrale Rolle für die inhaltliche Ausgestaltung des Vulkanparks. Die wissenschaftlichen Arbeiten des Instituts erschließen die lange Geschichte der Rohstoffgewinnung in der Osteifel und machen sichtbar, wie stark vulkanische Gesteine das Leben und Wirtschaften der Menschen über Jahrtausende geprägt haben. Ergebnisse dieser Forschung fließen bis heute in mehrere Einrichtungen des Vulkanparks ein und bilden eine wichtige Grundlage für deren Ausstellungen und Vermittlungsangebote.
Ein besonders prägnantes Beispiel ist das Römerbergwerk Meurin: Die Anlage wurde Ende der 1990er-Jahre im Rahmen archäologischer Untersuchungen freigelegt und 2001 für Besucherinnen und Besucher zugänglich gemacht. Heute vermittelt das Besucherbergwerk eindrucksvoll, wie römische Bergleute in der Region Tuffstein abbauten und damit eine bedeutende antike Industrie begründeten. Auch andere Einrichtungen des Vulkanparks – etwa die Erlebniswelten Grubenfeld – greifen Erkenntnisse aus der archäologischen Forschung auf und machen sie für ein breites Publikum erlebbar.
Das Netzwerk des Vulkanparks
Mit sieben Info- und Erlebniszentren sowie 16 Natur-, Kultur- und Industriedenkmälern verbindet der Vulkanpark heute geologische, archäologische und industriegeschichtliche Perspektiven. Führungen, Workshops und Veranstaltungen vermitteln die Erd- und Kulturgeschichte der Osteifel für Besucherinnen und Besucher aller Altersgruppen. Für diese Bildungsarbeit wurde der Vulkanpark 2010 mit dem Europa Nostra Award ausgezeichnet.
Den Auftakt der Jubiläumssaison bildete eine Pressekonferenz am 9. März 2026 im Vulkanpark-Infozentrum in Plaidt. Dort stellten Vertreterinnen und Vertreter der beteiligten Einrichtungen das Veranstaltungsprogramm und weitere Aktivitäten für das Jubiläumsjahr vor.
