Auch das LEIZA trägt zur Erforschung des Grabes bei. Im Rahmen der langjährigen wissenschaftlichen Zusammenarbeit mit der hessenARCHÄOLOGIE untersuchte unser Team die geborgenen Fundblöcke mit hochauflösender CT- und Röntgentechnik. Die Aufnahmen erlauben einen zerstörungsfreien Blick ins Innere der noch nicht vollständig freigelegten Befunde. So lassen sich verborgene Objekte erkennen und die anschließenden Restaurierungs- und Forschungsarbeiten gezielt planen.
„Mit dem frühlatenezeitlichen Fürstengrab von Bad Camberg können wir nunmehr die bis dato nur angenommene Präsenz einer lokalen keltischen Elite nachweisen. Das Grab und die Möglichkeit, dieses nun mittels neuester Untersuchungsmethoden erforschen zu können, ist von großer Bedeutung für die Eisenzeitforschung in Hessen", so der hessische Landesarchäologe Prof. Dr. Udo Recker.
Die Grabbeigaben, bestehend aus schlichtem aber massivem Goldschmuck, Importwaren wie einer etruskischen Schnabelkanne und weiteren Waffenüberresten, zeichnen den Beigesetzen als hochgestellte Persönlichkeit seiner Zeit aus. Es zeigen sich klare Parallelen zu weiteren bekannten Fürstengräbern in Mitteleuropa. Die am LEIZA angefertigten Röntgen und CT-Aufnahmen der geborgenen Erdblöcke zeigen weitere Grabbeigaben, die es noch zu interpretieren und freizulegen gilt.
Wir freuen uns, mit unserer wissenschaftlichen Infrastruktur und Expertise zur Erforschung dieses außergewöhnlichen Fundes beitragen zu können.
Weiterführende Links
- Elitegrab: Der Keltenfürst des Taunus, Pressemitteilung der hessenARCHÄOLOGIE vom 08.06.2026
- Archäologie: Kelten-Grab mit spektakulären Beigaben bei Bad Camberg entdeckt, tagesschau.de und Hessenschau vom 08.06.2026



