Neue Kooperation zur Erforschung ägyptischer Sammlungsbestände

Der Arbeitsbereich Ägyptologie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) und der Arbeitsbereich Sammlungen des Leibniz-Zentrums für Archäologie (LEIZA) arbeiten künftig enger zusammen, um die ägyptischen Funde in den Beständen des LEIZA wissenschaftlich umfassend zu erschließen.

Bei einem ersten Austausch trafen sich Prof. Kathrin Gabler und Dr. Monika Zöller-Engelhardt vom Arbeitsbereich Ägyptologie der JGU mit Dr. Jörg Drauschke, Leiter des Arbeitsbereichs Sammlungen am LEIZA, und Apl. Prof. Holger Baitinger. Gemeinsam diskutierten sie die zukünftigen Möglichkeiten der Kooperation, die sowohl die Forschung als auch den Einsatz der archäologischen Objekte in der Lehre umfasst.

Neue Perspektiven für Forschung und Lehre

In den Sammlungen des LEIZA befinden sich mehr als 800 Artefakte, die mit großer Wahrscheinlichkeit ursprünglich aus Ägypten stammen. Die Objekte reichen zeitlich vom Paläolithikum bis in die frühbyzantinische und islamische Zeit. Sie umfassen unterschiedliche Materialgruppen, darunter Steinartefakte, Bronzestatuetten und Textilien. 

Einige Bestände, wie die frühbyzantinischen Textilien, wurden bereits umfassend wissenschaftlich bearbeitet und digital zugänglich gemacht. (VERLINKUNG Publikation)

Durch die Zusammenarbeit mit der Ägyptologie Mainz können die Objekte nun schrittweise nach aktuellem Forschungsstand untersucht und in bestehende Forschungsprojekte eingebunden werden. Besonders die Erforschung von Objektgruppen wie den Holzfunden eröffnet neue Perspektiven auf die Geschichte und Herkunft der Artefakte.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Einbindung der Sammlung in die universitäre Lehre: Studierende erhalten die Möglichkeit, direkt mit Originalobjekten zu arbeiten und praktische Erfahrungen in der wissenschaftlichen Untersuchung archäologischer Funde zu sammeln.

Die Kooperation unterstützt damit zentrale Aufgaben des LEIZA: die Tiefenerschließung seiner Sammlungen, die Erforschung ihrer Herkunft und die Vermittlung wissenschaftlicher Erkenntnisse an Forschung, Studierende und Öffentlichkeit.

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