Im Zentrum steht die bedeutende Küstensiedlung Franchthi im südlichen Festlandgriechenland. Die Arbeit untersucht, wie frühe bäuerliche Gemeinschaften mit ihrer Umwelt interagierten und inwiefern klimatische Bedingungen die Ausbreitung der Landwirtschaft vom Nahen Osten und Anatolien nach Europa beeinflusst haben könnten. Dabei wird insbesondere der Frage nachgegangen, ob klimatischer Stress Tempo und Verlauf dieser tiefgreifenden Transformation der europäischen Vorgeschichte geprägt hat.
Methodisch beschreitet die Studie neue Wege: Durch die Kombination von laserinduzierter Plasmaspektroskopie (LIBS) und Sauerstoffisotopenanalysen an archäologischen Molluskenschalen gelingt eine hochauflösende Rekonstruktion vergangener Klimabedingungen. Der innovative Ansatz ermöglicht es, archäologische und paläoökologische Daten präzise zu synchronisieren und saisonale Umweltveränderungen sichtbar zu machen.
Die Ergebnisse liefern neue Einblicke in kurzfristige klimatische Schwankungen und deren mögliche Auswirkungen auf frühe bäuerliche Gemeinschaften. Damit trägt die interdisziplinäre Studie zu einem differenzierten Verständnis von Resilienz und Anpassungsstrategien prähistorischer Gesellschaften bei.
Die Publikation ist am 20. Mai 2026 erschienen und umfasst 232 Seiten mit 167 Abbildungen.
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Danai Theodoraki
High-Resolution Climatic Changes at Early Neolithic Franchthi
LEIZA Publications, Band 13. 1. Auflage 2026
Open Access verfügbar:
https://doi.org/10.11588/propylaeum.1770
Digitale Zusatzdaten und Appendices:
https://doi.org/10.11588/propylaeum.1770c26319
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https://schnell-und-steiner.de/produkt/high-resolution-climatic-changes-at-early-neolithic-franchthi/
Über die Autorin
Danai Theodoraki ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Leibniz-Zentrum für Archäologie und promovierte an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Ihre Forschung verbindet naturwissenschaftliche Archäologie, Umweltarchäologie und Ethnografie.
