Im Mittelpunkt der aktuellen Kampagne stehen tausende von Pferdeschädeln, die an Gräberfeldern untersucht werden. Sie sind Teil einer umfassenden Forschungsinitiative, die die komplexen Wechselwirkungen zwischen der östlichen Steppe und China vom zweiten Jahrtausend v. Chr. bis zur Gründung des Xiongnu-Reichs und des Qin-Staats nach 300 v. Chr. erforscht.
Das Projekt Horsepower bringt neueste naturwissenschaftliche Methoden – von genetischen Analysen antiker Pferde über die Untersuchung und Verbreitung von Bronzen bis hin zu archäologischen Ausgrabungen – mit sozialwissenschaftlichen Theorien über Macht und Führung in mobilen Gesellschaften zusammen. Dabei arbeiten Partnerinstitutionen aus Oxford, Toulouse, London, Mainz, China und der Mongolei eng zusammen.
Neben der wissenschaftlichen Arbeit ist dem internationalen Forschungsteam auch der Austausch mit einer breiten Öffentlichkeit wichtig. Lokale Gemeinschaften, Pferdefans und Künstlerinnen und Künstler werden in das Projekt eingebunden und tragen dazu bei, die Faszination für die archäologischen Funde und deren historische Bedeutung weiterzutragen.
zum Video mit Ursula Brosseder auf Youtube