Wikinger sind in der Popkultur beliebt, in Serien wie „Vikings“ werden sie als archaische Krieger dargestellt, meist blond und blauäugig. Teile der Neuen Rechten verwenden einige Motive wie Thorshämmer, Runen und Götterbilder, die schon die Nationalsozialisten für ihre Propaganda genutzt haben. Dabei geht es weniger darum, sich mit der Geschichte zu beschäftigen, als vielmehr die eigene Ideologie zu stützen.
Im Vortrag werden ausgewählte Stereotype und Mythen zu den Wikingern aufgegriffen und klargestellt, welche sicheren Erkenntnisse vorliegen, was wir nicht wissen, warum es „die Wikinger“ gar nicht gab und wieso bereits die Wikinger-Bilder des Mittelalters verzerrt sind.
Über die Vortragsreihe
In der von Historians for Democracy (hist4dem) organisierten Vortragsreihe „Geschichtsmythen auf dem Prüfstand“ beleuchten Expertinnen und Experten verbreitete historische Mythen zu Themen wie Sklaverei, Rasse, Wikingern und Germanen – differenziert, wissenschaftlich fundiert und hochaktuell.
Die Vorlesungsreihe findet im Leibniz-Zentrum für Archäologie (LEIZA) in Mainz statt. Alle Veranstaltungen beginnen jeweils um 18:00 Uhr.