Neuerscheinung: „Fragmentation in Greek Sanctuaries and Bronze Age Hoards“

Aus ganz Europa und dem Mittelmeerraum sind zahlreiche absichtlich fragmentierte Artefakte aus Hortfunden und rituellen Kontexten bekannt. Der neuste Band der Reihe LEIZA Publications untersucht auf Grundlage aktueller Forschung die kulturellen, rituellen und praktischen Beweggründe dieser Fragmentierung – von der Kupferzeit in West-, Mittel- und Südosteuropa bis zur archaischen Zeit Griechenlands.

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Across Europe and the Mediterranean, vast numbers of deliberately fragmented artefacts have been unearthed from hoards and ritual contexts. This volume explores the cultural, ritual, and practical motivations behind the phenomenon of fragmentation, spanning from the Copper Age in Western, Central and Southeastern Europe to the Archaic period in Greece.

Bringing together contributions from leading international scholars in archaeology, archaeometallurgy, and conservation, the volume originates from an international conference held at the Leibniz-Zentrum für Archäologie in Mainz in November 2023. The case studies range from new evidence from the important Greek sanctuary of Olympia to material from the Copper and Bronze Age in Europe, offering new insights into the meaning, function, and afterlife of broken metal objects.

From ritual destruction to recycling economies, this book presents various current research approaches and challenges the traditional binary of the sacred and profane, proposing instead a new understanding of fragmentation as a complex cultural practice. It is an essential resource for scholars interested in ritual behaviour, object biographies, and the intricate material entanglements of past societies.

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Aus ganz Europa und dem Mittelmeerraum ist eine große Anzahl absichtlich fragmentierter Artefakte aus Hortfunden und aus rituellen Kontexten bekannt. Dieser Band untersucht die kulturellen, rituellen und praktischen Beweggründe für das Phänomen der Fragmentierung, von der Kupferzeit in West-, Mittel- und Südosteuropa bis zur archaischen Periode in Griechenland.

Der Band versammelt Beiträge führender internationaler Wissenschaftler aus den Bereichen Archäologie, Archäometallurgie und Konservierung und geht auf eine internationale Tagung zurück, die im November 2023 im Leibniz-Zentrum für Archäologie in Mainz stattgefunden hat. Die Fallstudien reichen von neuen Funden aus dem bedeutenden griechischen Heiligtum von Olympia bis hin zu Material aus der Kupfer- und Bronzezeit in Europa und bieten neue Einblicke in die Bedeutung, die Funktion und das Nachleben zerbrochener Objekte.

Von der rituellen Zerstörung bis hin zur Recyclingwirtschaft und metrologischen Ansätzen stellt dieses Buch verschiedene aktuelle Forschungsansätze vor und stellt die traditionellen Binaritäten von heilig und profan in Frage, um stattdessen ein neues Verständnis der Fragmentierung als komplexe kulturelle Praxis zu entwickeln. Diese Praxis bildet eine unverzichtbare Quelle für die Wissenschaft, die sich mit rituellem Verhalten, Objektbiografien und den komplizierten materiellen Verflechtungen vergangener Gesellschaften beschäftigt.

Buchdaten

Scarci, Azzurra, Baitinger, Holger (eds). Fragmentation in Greek Sanctuaries and Bronze Age Hoards. An Interdisciplinary Approach. LEIZA Publications Bd. 11. 

Online lesen: https://doi.org/10.11588/propylaeum.1736

Printausgabe bestellen bei unserem Vertriebspartner Schnell & Steiner: https://schnell-und-steiner.de/produkt/fragmentation-in-greek-sanctuaries-and-bronze-age-hoards-an-interdisciplinary-approach/  

Über die Herausgeber

Dr. Azzurra Scarci ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Kompetenzbereich Vorgeschichte am Leibniz-Zentrum für Archäologie in Mainz und Lehrbeauftragte an der Johannes Gutenberg Universität in Mainz. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in der Archäologie des Mittelmeerraums mit einem Fokus auf die Religion und Heiligtümern in Griechenland und Süditalien, die Interaktion zwischen Griechen und Indigenen in der westgriechischen Welt, sowie Metallkleinfunde und deren Herstellungstechnologie.

Apl. Prof. Dr. Holger Baitinger ist Kurator der vorgeschichtlichen Sammlungssektion am Leibniz-Zentrum für Archäologie in Mainz und lehrt Vor- und Frühgeschichte an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Eisenzeit in Mitteleuropa, griechische Heiligtümer, die Interaktion zwischen Griechen und Indigenen auf Sizilien sowie Metallkleinfunde im mediterranen Raum.

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