Fun Facts
Wusstest Du schon?
Die Römer bauten ihre Schiffe schneller als wir
Übung macht den Meister. Die Römer bauten in Serie, mit eingespielten Werften und ganzen Mannschaften — rund 6 bis 7 Wochen pro Schiff. Wir haben für zwei originalgetreue Nachbauten tatsächlich ganze 468 Wochen benötigt. Dafür war es auch ein spannender Lernprozess, der bei uns sehr viel Respekt für antike Technik aufgebaut hat.

Matsch ist die beste Anti-Aging-Kur für ein Holzschiff
Kein Sauerstoff, keine Fäulnis. Der gute alte Rheinschlamm hat die Schiffe luftdicht eingepackt und für die Ewigkeit konserviert. Noch besser funktionieren nur Moore und Honig. Aber wir sind froh, dass unsere Restauratorinnen und Restauratoren die Wracks gereinigt und so aufbereitet haben, dass sie sich in unserem Museum wohlfühlen.

Unsere Wracks lagen nicht im Rhein
Der Rhein hat im Lauf der Jahrhunderte sein Bett verlagert. Wo in der Antike Wasser floss, hat Mainz im Lauf der Zeit Land gewonnen. Gefunden wurden die Wracks 1981/82 bei Bauarbeiten in 7,50 m Tiefe. An der Stelle, an der sie im 5. Jahrhundert n. Chr. angelegt hatten, allmählich von Schlamm umschlossen und schließlich völlig vergessen wurden.

Wir können Römerschiffe schweben lassen
Unsere Nachbauten wiegen jeweils sieben bis acht Tonnen. Mit Muskelkraft bekommen wir sie keinen Zentimeter bewegt. Aber mit Luft! Zugegebenermaßen war dies der Teil, bei dem wir uns nicht auf antike Technik, sondern auf modernste Möglichkeiten verlassen haben. Bewegt wurde ganz präsise, auf Luftkissen, mit einem ganzen Team und sehr ruhiger Hand.
Flussfahrt garantierte keine Pünktlichkeit
Strömung, Wind, Wasserstand und Muskelkraft entschieden über die Reisezeit. Flussaufwärts ist die Fahrt auch heute noch — trotz Motorkraft — deutlich langsamer. Die Motoren der Antike waren starke Ruderer und straffe Segel. Oft wurden Schiffe an langen Seilen vom Ufer aus flussaufwärts gezogen (getreidelt). Flussabwärts war es zwar flotter, aber viel gefährlicher: Untiefen, Sandbänke, Felsen, an denen die Schiffe zerschellen konnten. Loreley lässt grüßen. Und tatsächlich fror der Rhein früher auch noch oft zu.

