LEIZA-Generaldirektorin Alexandra W. Busch zur Vizepräsidentin der Leibniz-Gemeinschaft gewählt

Die Generaldirektorin des Leibniz-Zentrums für Archäologie (LEIZA), Univ.-Prof. Dr. Alexandra W. Busch, ist heute im Rahmen der 31. Ordentlichen Mitgliederversammlung der Leibniz-Gemeinschaft zur Vizepräsidentin gewählt worden. Busch verantwortet seit Oktober 2018 die inhaltliche und strategische Weiterentwicklung des LEIZA sowie dessen Positionierung in der nationalen und internationalen Forschungs- und Museumslandschaft. Mit ihrer Wahl rückt eine Wissenschaftsmanagerin in das Präsidium, die umfangreiche Erfahrung in der Steuerung von Forschungseinrichtungen und im Aufbau nachhaltiger wissenschaftlicher Strukturen mitbringt. Zu ihrer Expertise zählt ebenso die wissenschaftliche Beratung an der Schnittstelle von Wissenschaft und Gesellschaft.

„Ich freue mich sehr über das Vertrauen meiner Kolleginnen und Kollegen der Leibniz-Gemeinschaft“, so Busch. „Mit meiner Mitarbeit im Vorstand möchte ich dazu beitragen, die Stärken der Leibniz-Einrichtungen sowie die disziplinenübergreifende, kooperative Forschung weiter zu fördern. Auch ist es mir wichtig, den Transfer unserer Forschung in die Gesellschaft konsequent auszubauen. Wissenschaftliche und gesellschaftliche Herausforderungen lassen sich nur gemeinsam bewältigen – interdisziplinär, institutionenübergreifend und im Dialog mit der Gesellschaft. Mit ihren Forschungsmuseen ist die Leibniz-Gemeinschaft dafür hervorragend aufgestellt.“

Das LEIZA hat Busch in den vergangenen Jahren strukturell wie strategisch zu einer Einrichtung weiterentwickelt, die archäologische Spitzenforschung, interdisziplinäre Verbünde, zentrale Forschungsinfrastrukturen, moderne Museumsarbeit und Wissenstransfer eng miteinander verbindet. Als Sprecherin der Leibniz-Forschungsmuseen und des Leibniz-Kompetenzzentrums Bildung im Museum gestaltet sie seit 2021 maßgeblich die gemeinsame Strategie der fächerübergreifenden Gemeinschaft. Ihr besonderes Anliegen ist die enge Verbindung von Forschungsmuseen und Bildungsforschung, um Museen als informelle Lernorte zu stärken und ihren Beitrag zu einer kritisch-reflektierten demokratischen Wissensgesellschaft auszubauen.
 

Wissenschaftliche Arbeit

Busch ist Professorin für Römische Archäologie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU). Darüber hinaus forscht sie zu Resilienz, gesellschaftlichen Dynamiken und Transformationsprozessen, Siedlungsentwicklung und kulturellen Praktiken. Diese Schwerpunkte spiegeln sich in den von ihr initiierten und verantworteten Forschungsverbünden wider, darunter der interdisziplinäre Profilbereich „40,000 Years of Human Challenges“ an der JGU, der Leibniz-WissenschaftsCampus Mainz/Trier zur interdisziplinären Resilienzforschung und weitere Projekte in den Bereichen digitale Archäologie, Forschungsdaten und Wissenstransfer. Der kooperative Forschungsgedanke der Leibniz-Gemeinschaft prägt dabei ihre wissenschaftliche Arbeit.
 

Wissenschaftspolitische Aktivitäten und Gremientätigkeiten

Eine besondere Rolle spielte in den vergangenen Jahren ihr Engagement für Forschungsdaten. Als Mitglied des Ausschusses für Wissenschaftliche Bibliotheken und Infrastrukturen (AWBI) der Deutschen Forschungsgemeinschaft begleitete Busch die Entwicklung der Förderinstrumente und den Ausbau nationaler digitaler FIS zur wissenschaftlichen Informationsversorgung. Zudem war sie Mitinitiatorin des Konsortiums NFDI4Objects, das als Teil der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur eine disziplinübergreifende Strategie sowie Standards, Dienste und Werkzeuge zum Umgang mit Forschungsdaten zu drei Millionen Jahren Menschheitsgeschichte an der Schnittstelle zwischen Geistes- und Naturwissenschaften entwickelt.

Darüber hinaus verfügt Busch über umfassende Erfahrung in wissenschaftspolitischen und beratenden Gremien. Als Vorsitzende des Hochschulrates der Universität Trier, als Mitglied der Nationalen Plattform Bildung für Nachhaltige Entwicklung sowie in wissenschaftlichen Beiräten – unter anderem des Naturkundemuseums Stuttgart und des Deutschen Archäologischen Instituts – begleitet sie seit vielen Jahren die strategische Weiterentwicklung wissenschaftlicher Einrichtungen. Beratende Tätigkeiten für die Stiftung Preußischer Kulturbesitz und weitere Institutionen ergänzen dieses breite wissenschaftspolitische Profil.
 

Weiterführende Links:

  •  Teilen
  •  Link kopieren
  •  Artikel drucken

Informiert bleiben!

Regelmäßige LEIZA-Updates im Posteingang: Jetzt unseren Newsletter abonnieren