Am 10. Dezember lud das LEIZA zu einem interaktiven Streitgespräch mit kurzen Impulsen, klaren Positionen und offenem Widerspruch ein. Rund 300 Gäste kamen ans LEIZA, um gemeinsam zu diskutieren, ob wir immer die ganze Wahrheit hören wollen – in der Politik wie auch im Privaten. 

Wollen wir wirklich immer die ganze Wahrheit hören – oder sehnen wir uns manchmal nach schönen Illusionen, kleinen Beschönigungen und einfachen Antworten? In der dritten Ausgabe der LEIZA Dialogues for Democracy diskutierten Gäste aus Politik, Medien, Wissenschaft, Psychologie und Kultur kontrovers die provokante These: „Wir wollen belogen werden“.

Im Streitgespräch ging es um Fake News, verdrehte Fakten und gezielte Täuschungen – Phänomene, die unsere Gegenwart prägen, aber alles andere als neu sind. 

Es diskutierten:

  • Clemens Hoch, Minister für Wissenschaft und Gesundheit des Landes Rheinland-Pfalz
  • Max Doeckel, Podcaster “Quarks Science Cops” & “ZFuF”
  • Nina Jäckle, Schriftstellerin
  • Marietta Gädeke, Moderatorin
  • Bernd Zywietz, Leiter des Bereichs Politischer Extremismus bei “jugendschutz.net“
  • Mirko Drotschmann, Journalist & “MrWissen2go”
  • Roland Imhoff, Professor für Sozial- und Rechtspsychologie, Universität Mainz
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10. Dezember 2025, 
19-21 Uhr

Leibniz-Zentrum für Archäologie
Ludwig-Lindenschmit-Forum 1, 55116 Mainz

Eintritt frei!

Die Veranstaltung ist ausgebucht.

Ein Rückblick in Bildern

„Wir wollen belogen werden!“ – zu dieser provokanten These diskutierten prominente Gäste am 10.12.2025 am LEIZA in Mainz. Das interaktive Streitgespräch war die dritte Veranstaltung im Rahmen der „LEIZA Dialogues for Democracy“. Die Redner*innen beleuchteten das Thema Lüge aus psychologischer, gesellschaftlicher, politischer und ethischer Perspektive; das Publikum konnte mitdiskutieren und sich an einer Abstimmung beteiligen. Ziel des Abends war es nicht, eine endgültige Antwort zu finden, sondern sichtbar zu machen, wie ambivalent unser Verhältnis zu Wahrheit und Lüge tatsächlich ist, und Reflexionsprozesse anzustoßen.


An der Ausgestaltung der dritten Veranstaltung der „LEIZA Dialogues for Democracy“ am 10.12.2025 am LEIZA in Mainz waren beteiligt (von links nach rechts):

Clemens Hoch, Minister für Wissenschaft und Gesundheit des Landes Rheinland-Pfalz 
Max Doeckel, Podcaster “Quarks Science Cops” & “ZFuF”
Nina Jäckle, Schriftstellerin
Marietta Gädeke, Moderatorin
Bernd Zywietz, Leiter des Bereichs Politischer Extremismus bei “jugendschutz.net“
Mirko Drotschmann, Journalist & “MrWissen2go”
Roland Imhoff, Professor für Sozial- und Rechtspsychologie, Universität Mainz
Alexandra W. Busch, Generaldirektorin des LEIZA


Als eines von acht Forschungsmuseen der Leibniz-Gemeinschaft ist das LEIZA ein originärer Ort des gesellschaftlichen Dialogs, der Wissenschaftskommunikation und des Wissenstransfers. Entsprechend soll die Reihe „LEIZA Dialogues for Democracy“ gezielt Kommunikations- und Reflexionsprozesse zur Entwicklung und Verfasstheit unserer Gesellschaft anstoßen, die den individuellen und gesellschaftlichen Mehrwert archäologischer Forschung erfahr- und erlebbar machen.


Die Generaldirektorin des LEIZA, Univ.-Prof. Dr. Alexandra W. Busch, zeigte in ihrem Impuls auf, dass Fake News, verdrehte Fakten und gezielte Täuschungen zwar unsere Gegenwart prägen, aber alles andere als neu seien. Schon seit Jahrtausenden werde getrickst, getäuscht und gelogen. Lügen könnten verbindend wirken und das Zusammenleben erleichtern. In Demokratien hingegen gefährdeten sie die Glaubwürdigkeit von Institutionen und die Fähigkeit, fundierte Entscheidungen zu treffen.


Je drei der eingeladenen Rednerinnen und Redner befürworteten oder widersprachen der provokanten These „Wir wollen belogen werden!“ in kurzen Statements und der anschließenden Diskussion. Dabei griffen sie unterschiedliche Themenbereiche auf, in denen (Un-)Wahrheiten das Zusammenleben von Gesellschaften beeinflussen. 


Rund 300 Gäste kamen ans LEIZA, um gemeinsam zu diskutieren, ob wir immer die ganze Wahrheit hören wollen – in der Politik wie auch im Privaten. Dabei ging es auch um die Frage, warum wir so empfänglich für Täuschung, Notlügen, Propaganda und Manipulation sind. Mit zahlreichen Wortbeiträgen und bei einer Abstimmung brachten die teilnehmenden Bürgerinnen und Bürger ihre Perspektiven, Gedanken und Erfahrungen ein.


Dem interaktiven Streitgespräch im Saal folgten angeregte Gespräche im Foyer des LEIZA. Die Veranstaltungen der „LEIZA Dialogues for Democracy“ rücken seit 2025 zentrale gesellschaftliche Fragen in den Fokus – offen, kontrovers und konstruktiv. Ziel ist es, neue Räume für demokratischen Diskurs zu schaffen und Denkanstöße zu geben, wie Vertrauen, Wahrhaftigkeit und Zusammenhalt in einer komplexen Welt gestärkt werden können. Ermöglicht wird die Reihe „LEIZA Dialogues for Democracy“ durch die Unterstützung des Ministeriums für Wissenschaft und Gesundheit Rheinland-Pfalz.


Das Format: Ein Streitgespräch

Es erwartet euch ein interaktives Format mit kurzen Impulsen, klaren Positionen und offenem Widerspruch: ein Pro-und-Contra-Streitgespräch, das herausfordert, inspiriert und zum Mitdenken einlädt. Ihr gebt zu Beginn Ihre Meinung ab – und am Ende zeigt sich, ob sich eure Haltung durch den Austausch der Argumente verändert hat.

Über "LEIZA Dialogues for Democracy"

In der Formatreihe „LEIZA Dialogues for Democracy“ diskutieren wir mit Expert*innen aus Wissenschaft, Kultur, Wirtschaft und Medien, Politiker*innen und der Öffentlichkeit über zentrale gesellschaftliche Fragen – offen, kontrovers und konstruktiv. Ziel ist es, den Dialog zu fördern und Denkanstöße zu geben, wie wir als Gesellschaft aktuelle Herausforderungen gemeinsam angehen können.
 

Vergangene Termine im Rückblick:


Diese Veranstaltungsreihe wird ausgerichtet mit Unterstützung des Ministeriums für Wissenschaft und Gesundheit Rheinland-Pfalz.  

 

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