Forschungsprojekt

Das Soziale als Gefüge

Sozialitäten – Komplexitäten – Balancierungen

Zusammengefasst

Das Projekt untersucht, welche theoretischen Grundlagen, Zusammenhänge und Konzepte mit der Untersuchung von Formen des Zusammenlebens einhergehen. Mit dem Begriff des Sozialen Gefüges soll eine sozialtheoretische Figuration fruchtbar gemacht werden, die einerseits anschlussfähig an bestehende Konzeptualisierungen des Sozialen ist. Andererseits soll sie offen für spezifische Historisierungen, menschliche und nicht-menschliche Akteur*innen, aber auch eine Dynamik sein, die bestehende Konzepte wie Familie, Gruppe oder Gesellschaft oft vermissen lassen.

Sozialtheoretische Figurationen des Zusammenlebens sind in archäologischen Forschungen meist als Familie, Clans, frühe Staaten, Gemeinschaften und Gesellschaften thematisiert und zum Teil in Stufen oder Skalen unterteilt. Eine theoretisch-kritische Auseinandersetzung mit den Formen des Zusammenlebens finden aber kaum statt. Das Projekt möchte dem entgegenwirken und solche Formen nicht als Ausgangspunkt setzen. Stattdessen wird ein gemeinsames Verständnis des Zusammenlebens theoretisch vorgelegt, um eine forschungsleitende Grundlage für eine spezifische Sozialarchäologie zu schaffen. Dazu wird das Soziale als Gefüge verstanden. 

Ziel des Projektes ist es, die Figuration des Sozialen Gefüges als sozialtheoretische Figuration fruchtbar zu machen, so dass mit dieser Konzeptualisierung ganz unterschiedliche skalare und prä-/historische soziale Formationen auf ihre spezifischen Ausprägungen des Zusammenfügens, -kommens und -bleibens hin untersucht werden können. Diese Ausprägungen werden durch die Analyseebenen der Sozialitäten, der Komplexitäten und der Balancierungen theoretisiert.

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Kontakt

Dr. Stefan Schreiber
+49 6131 8885-185
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Projektzeitraum

01.2026 - 12.2031

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