Die Konstruktion des optimus princeps: Zur Repräsentation von Natur und Architektur in trajanischer Zeit

Ein Vortrag von Dr. habil. Marcel Danner (Julius-Maximilians-Universität Würzburg) in der Reihe "Mainzer Vorträge zur Römischen Archäologie" (MaVRA).

Ab der ausgehenden Republik mehren sich in Rom sowohl visuelle als auch literarische Repräsentationen von Landschaften, das heißt Ensembles natürlicher Phänomene und Bauwerke. Diese Darstellungen reproduzieren Natur und Architektur nicht neutral, sondern stets in verkürzter, selektiver und wertender Weise. Sie sind mithin ein Ausdruck mentaler Konzepte, die aufschlussreiche Einblicke in die kulturellen Vorstellungen der römischen Gesellschaft gewähren. 

Im Rahmen des Vortrags soll dies am Beispiel der trajanischen Zeit, die als ein Höhepunkt der Landschaftsdarstellung gilt, untersucht werden: Für das ausgehende 1. und frühe 2. Jh. n. Chr. lassen sich gerade in Medien, die der politischen Sphäre zugerechnet werden können – wie das ‚Historische Relief‘ und die Reichsprägung, die senatorische Geschichtsschreibung und die Rhetorik – motivisch und thematisch eng miteinander verwandte Repräsentationen beobachten. Gemeinsam formen sie einen multimedialen Diskurs, in dem ein ganz bestimmtes Bild des römischen Reiches und seines Herrschers konstruiert wird.
 

Der Vortrag ist Teil der Reihe "Mainzer Vorträge zur Römischen Archäologie" (MaVRA), gemeinsam veranstaltet von dem Arbeitsbereich für Klassische Archäologie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und dem Leibniz-Zentrum für Archäologie.

An diesen Tagen hat die Bibliothek bis 18.15 Uhr für Sie geöffnet.

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Termine

  •  Leibniz-Zentrum für Archäologie
    Ludwig-Lindenschmit-Forum 1, Vortragssaal
    55116 Mainz
  •   Der Eintritt ist frei!
  •  09.12.2026, 18:15 Uhr

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