Die Rolle von Kultur und Kulturerbe in Kriegszeiten

Im Dialog. Kontrovers. Hochaktuell. Podiumsdiskussion im LEIZA.

 

Die Welt rüstet auf, Konflikte prägen die Schlagzeilen, Fragen nach Sicherheit bestimmen unser Denken. Doch was passiert mit Kultur, wenn es ernst wird? Welche Rolle spielen Museen, Archive, Denkmäler und kulturelles Erbe in Zeiten von Krieg und Krise? Sind sie Orte des Zusammenhalts und Ausdruck unserer Identität - oder geraten sie selbst ins Visier politischer Interessen und strategischer Instrumentalisierung, wie aktuell etwa im Donbass?

Und können Kulturschaffende vielleicht sogar selbst aktiv werden, Brücken bauen und zur Friedenssicherung beitragen? Bilden internationale Kulturkooperationen – etwa im Rahmen der UNESCO – einen friedlichen Gegenpol zu militärischen Eskalationen?

Diesem hochaktuellen Spannungsfeld widmete sich die kontroverse Dialogreihe LEIZA Dialogues for Democracy in ihrer 4. Ausgabe. An dem Austausch beteiligten sich:

  • Léonie Evers, Project Officer, Culture in Emergencies / Emergency Preparedness and Response Unit, UNESCO
  • Torsten Fischer, Administrativer Direktor des LEIZA
  • Cornelius Holtorf, UNESCO Lehrstuhl für Heritage Futures an der Linné-Universität in Kalmar, Schweden
  • Thorsten Ilg, Brigadegeneral, Stellvertretender Kommandeur und Direktor Ausbildung Führungsakademie der Bundeswehr
  • Hermann Parzinger, ehem. Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und Executive President von Europa Nostra

Moderiert wurde die Veranstaltung von Daniela Bublitz.

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16. Juni 2025, 19 Uhr

Leibniz-Zentrum für Archäologie
Ludwig-Lindenschmit-Forum 1, 55116 Mainz

 

Impressionen

Zum Thema „Und wenn es ernst wird? Die Rolle von Kultur und Kulturerbe in Kriegszeiten“ sprachen am 16.06.2026 am LEIZA in Mainz Expert*innen aus Wissenschaft, UNESCO und Bundeswehr. Die Diskussion war die vierte Veranstaltung im Rahmen der „LEIZA Dialogues for Democracy“. Die Redner*innen brachten ihre Perspektiven und Erfahrungen ein, und auch das Publikum war eingeladen, mitzudiskutieren und sich an einer Abstimmung zu beteiligen.


An der Ausgestaltung der vierten Veranstaltung der „LEIZA Dialogues for Democracy“ am 16.06.2026 am LEIZA in Mainz waren beteiligt (von links nach rechts):

Daniela Bublitz, Moderatorin
Torsten Fischer, Administrativer Direktor des LEIZA
Hermann Parzinger, ehem. Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und Executive President von Europa Nostra
Léonie Evers, Project Officer, Culture in Emergencies / Emergency Preparedness and Response Unit, UNESCO
Thorsten Ilg, Brigadegeneral, Stellvertretender Kommandeur und Direktor Ausbildung Führungsakademie der Bundeswehr
Cornelius Holtorf, UNESCO Lehrstuhl für Heritage Futures an der Linné-Universität in Kalmar, Schweden
Alexandra W. Busch, Generaldirektorin des LEIZA begrüßte die Diskutant*innen am Abend.


Als eines von acht Forschungsmuseen der Leibniz-Gemeinschaft ist das LEIZA ein originärer Ort des gesellschaftlichen Dialogs, der Wissenschaftskommunikation und des Wissenstransfers. Entsprechend soll die Reihe „LEIZA Dialogues for Democracy“ gezielt Kommunikations- und Reflexionsprozesse zur Entwicklung und Verfasstheit unserer Gesellschaft anstoßen, die den individuellen und gesellschaftlichen Mehrwert archäologischer Forschung erfahr- und erlebbar machen.


Hermann Parzinger, ehemaliger Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und Executive President von Europa Nostra, eröffnete die Veranstaltung mit einer Keynote und setzte Impulse für die anschließende Diskussion.


Vor Beginn der Diskussion skizzierten die vier weiteren eingeladenen Expertinnen und Experten in kurzen Statements ihre jeweiligen Perspektiven auf das Thema Kultur und Kulturelles Erbe in Kriegszeiten.


Rund 100 Gäste kamen ans LEIZA, um über die Rolle von Kultur und Kulturerbe in Krisenzeiten gemeinsam zu diskutieren. Mit zahlreichen Wortbeiträgen und bei einer Abstimmung brachten die teilnehmenden Bürgerinnen und Bürger ihre Perspektiven, Gedanken und Erfahrungen ein.


Eva Feuchter, Graphic Recorderin und Illustratorin, hielt die Kernaussagen während der Diskussion im innovativen Format des „visual protocolling“ – in live gezeichneten Skizzen – fest.


Über "LEIZA Dialogues for Democracy"

In dieser Formatreihe „LEIZA Dialogues for Democracy“ möchten wir mit Expert*innen aus Wissenschaft, Kultur, Wirtschaft und Medien, Politiker*innen und der Öffentlichkeit über zentrale gesellschaftliche Fragen diskutieren – offen, kontrovers und konstruktiv. Ziel ist es, den Dialog zu fördern und Denkanstöße zu geben, wie wir als Gesellschaft aktuelle Herausforderungen gemeinsam angehen können.
 

Vergangene Termine:


Diese Veranstaltungsreihe wird ausgerichtet mit Unterstützung des Ministeriums für Wissenschaft und Gesundheit Rheinland-Pfalz. 

 

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